China
11. November 2006
Chengdu und die Pandabaeren
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Samstag, 11. November 2006, 14 Uhr Wir sitzen gerade im besten Restaurant Chinas und brunchen.
Ich darf nicht so viel übers Essen schreiben, aber es schmeckt verdammt gut (Kresi)
Ja und leider hat mein Liebster statt ein paar Kilo ab nur zugenommen. Ich kann das Essen leider grade nicht ganz so geniessen, denn diesmal hat es meinen Magen erwischt… (Kathrin)Jetzt aber zu unseren weiteren Berichten und wie wir ueberhaupt in dieses gute Restaurant, das sich “Grandmas Kittchen” nennt, gekommen sind.
Kurz uns schmerzlos:
Wir sind von Lhasa nach Chengdu gefahren. Unser erster Stop waren hier die Pandabärenaufzuchtsstation und der McDonalds:-)). Nach zwei Wochen tibetischer Küche (Yak-Yak-Yak mit Buttertee) brauchten wir wieder ein paar Kohlenhydrate. Die Pandas: eigentlich sind das schon sehr seltsame Geschöpfe: sie sind Fleischfresser, stopfen aber nur eine einzige Sorte Bamboo in sich rein, für die ihr Verdauungstrackt gar nicht geschaffen ist, haben keinen Bock auf Liebe und den kleinsten Schniedel, den man sich gar nicht vorstellen kann!
Trotzdem sind sie einfach zuckersüß, siehe Bilder.
Das sind “Rote Pandas”, kleiner aber keine echten Pandabaeren
Von Chengdu aus ging es mit einer 10-stündigen abenteuerlichen Verfolgungsjagd, tschuldigung Busfahrt über die Berge Richtung Jiuzhaigou (weitere Infos unter http://www.de.wikipedia.org/wiki/Jiuzhaigou); ein wunderschöner Nationalpark in dem sonst nix los ist.
Die Verfolgungsjagden
Ein Halt auf der Fahrt
Aber nach einem Tag wandern in der kalten Bergluft will man eh nur noch ins Bett.
Ausser daß es nur chinesische Touris gab, sagen den Rest die Bilder.
Nach zwei Tagen nahmen wir den Nachtbus nach Songpan, einem schönen kleinen Städtchen in den Bergen Sichuans. Dort hatten wir die Moeglichkeit ein Horsetrekking mitzumachen. Erst konnten wir uns nicht entscheiden, da es Nachts bitterkalt werden sollte.
Aber da wir schon hier waren und nie wieder diese Moeglichkeit (vor allem zu so einem guenstigen Preis - zwei Reitstunden in Muenchen kosten mehr) haben werden, mussten wir da durch! Und es war das aufregenste Erlebnis unserer bisherigen Reise!
Jeder hatte seinen eigenen Gaul und Guide, welche sich fürsorglich um uns gekümmert haben. Auch kochtechnisch hatten die Jungs einiges drauf. Es war unglaublich, was sie täglich aus Mehl, Öl, Öl, Öl und Gemüse gezaubert haben.
Nebenbei, haben wir erwähnt, wie fettig die chinesische Küche wirklich ist? Die Guides haben in den paar Tagen mehrere Liter Öl verbraucht. Auch in allen anderen Restaurants schwimmt das Essen in Fett.
Für die Nacht hatten wir so was wie ein Zelt mit Schlafsäcken und haben uns in tibetsche Mäntel gewickelt, während die Guides bei minus 8 Grad bei den Pferden schliefen (oder im benachbarten Dorf bei der Geliebten).
Tagsüber ritten wir durch wunderschoene Flüsse, Berge und Täler, die jedoch morgens vereist und nachmittags schlammig waren.
Der Ritt und der Ausblick haben aber alle Strapazen entschaedigt! Es war gigantisch! Ziel der Reitstunde war der IceMountain in 4500m und Kresi hats gut ueberstanden! (bis auf ein paar Frostbeulen)
Unser Guide beim Abstieg mit unserem Rucksack
Und nun sind wir wieder heil in Chengdu angekommen und haben letztendlich auf unserer Suche nach etwas essbarem ohne Chilli dies wunderbare Restaurant gefunden. Trotz Bauchweh geniesst auch Kathrin mittlerweile ihren Mega Banana-Milkshake und wir schwelgen noch in schönen Erinnerungen.
Bis bald,
K & K
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26. Oktober 2006
Lhasa - eine Woche spaeter
Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 16:53 Bearbeiten
Ursprünglich war der Plan, mit der neuen Zugverbindung von Peking nach Lhasa zu fahren. Leider haben wir in Peking kein Permit erhalten und sind so durch das Landesinnere gefahren.
In Xiian hat uns Jim Bean aus unserem Hostel schnell und günstig Flugtickets und das Permit für Tibet besorgt.
Doch bevor es weiter ging, mussten wir hier noch die berühmte Terracotta-Armee sehen.
Anfang des Jahres war ein kleiner Teil der Armee in München ausgestellt. Leider hatten wir die Austellung verpasst - und nie gedacht, dass wir jemals das Original im Reich der Mitte sehen werden.
Die Millionenmetropole Xian:
Danach ging es auch schon nach Tibet.
Dort angekommen hat der Kresi aufgrund einer sehr komisch aussehenden und auch merkwürdig schmeckenden einheimischen Suppe Montezumas Rache eingeschleppt. Nach zwei schmerzvollen Naechten ging ihm langsam die Luft aus. Insgesamt konnte er fast vier Tage lang nichts mehr essen..ohhh. Also ab gings in Krankenhaus wo er von sehr netten Schwestern umsorgt wurde und nur dadurch die sieben Tage ueberstanden hat - mit 24 Sauerstoffversorgung und taeglicher Suche nach einer Ader fuer die fuenf Stunden langen Injektionen. Kathrin durfte sich waehrenddessen auf Essenssuche fuer Ihren mittlerweile hungernden Patienten begeben.
Jetzt wurden wir (Kathrin musste mitleiden - geteiltes Leid ist halbes Leid) aber endlich entlassen und koennen das wunderschoene Lhasa geniessen. Und hier ein paar Bilder von dem was wir bisher von den Menschen und der einzigartigen Landschaft gesehen haben:
23. Oktober 2006
Die ersten zehn Tage
Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 15:30 Bearbeiten
Hallo aus China.
Erst ein Mal danke der Nachfrage: uns geht’s noch gut!
Als wir unverhofft doch noch leicht verkuehlt in unserer ersten Station Peking angekommen sind, haben wir erst ein Mal 24 Stunden nur geschlafen. Danach ging es auf Essenssuche und das haben wir gefunden:
So hiess es die ersten beiden Tage Tuetensuppen essen, was der Chinese sonst auch auf der Strasse macht. Heisses Wasser kriegt man hier ueberall und so ernaehren wir uns immer noch im Notfall mit diesen koestlichen Suppen, ein Vorrat ist angelegt.
Nachdem der Hunger gestillt war ging es zur ersten Attraktion: Die Verbotene Stadt.
Riesig und Imposant, eine Stadt in der Stadt. Dieses Bauwerk sollte die Untertanen und Minister damals einschuechtern. Deswegen standen sie bei Ihrer Audienz erst ein Mal auf einem riesigen leeren Platz vor dem Koenig, welcher von seinem erhoehten Sitz auf sie herab schaute. Auf dem Anwesen, mit ausnahme des Parks im hinteren Bereich, gab es hier keinen einzigen Baum oder sonst irgend etwas, was den Besuchern Geborgenheit vor dem Kayser gegeben haette.
Die Tempel wurden meist anstelle der abgerissenen oder verfallenen Originale nachgebaut. Ansonsten gleichen die Tempel einem wie dem anderen in ganz Beijing.
Vor lauter Smog und Hektik in der Millionenmetropole haben wir uns dann besonders auf die Grosse Mauer gefreut.
Und zwar nicht die Touristenattraktion in Badaling (1 km Mauer nur mit Souvenierverkaeufern), sondern wo etwas noch vom Original uebrig geblieben ist. Dafuer sind wir 110 km nach Jinshanling gefahren, bzw. so aehnlich wie fahren, und sind von dort treppauf-treppab 10 schweisstreibende Kilometer nach Simatai gewandert, geklettert….
Nach fuenf Tagen sind wir dem Smog entflohen und mit dem Nachtzug (und wieder ein paar neuen netten Chinesen) weiter nach Luoyang getuckert. Leider gab es da noch mehr Smog. Dafuer war es aber umso lauter.
Verkehrsregeln sind hier eher als Richtlinie zu sehen, denn als Regeln. Gehalten hat sich bisher keiner dran. Wenn man ueber die Strasse wollte, ging man einfach drauf los, in der Hoffnung nicht zusammengehupt zu werden. Man hupt hier wenn jemand auf der Strasse steht, jemanden Bekannten trifft, jemanden Unbekannten trifft, in die Kreuzung einbiegt oder halt einfach so. Und das geht die ganze Nacht so weiter.
Gesehen haben wir hier die Longmen-Grotten. Buddhistische Skulpturen und Reliefs, die in 1350 Grotten, 750 Nieschen und 40 Pagoden aus steilen Kalksteinklippen herausgemeisselt wurden und 11000 Statuen enthalten. Sie wurden vom Kaiser in Auftrag gegeben, von reichen Familien, die sich damit Glueck zu erkaufen suchten, von Generaelen die sich Siege davon erhofften und von religioesen Gruppen.
Auch das Shaolin Si, die Heimat des Kung Fu war bis jetzt eins der Sightseeing Highlights. Zu sehen gabs das *Original* nachgebaute Kloster,sowie Denkmaeler die zu Ehren der Meister mit Inschriften aller Schueler erbaut wurden.
In einem Klassenzimmer sieht man noch 48 Vertiefungen im Steinboden, die durch jahrelanges Training der Kampfschritte entstanden sind. Ansonsten waren die Shaolin sehr friedliebend und haben den ganzen Tag gelernt und meditiert.
Das Kung Fu entstand urspruenglich aus meditativer Gymnstik und wurde zur Abwehr gegen Raeuber zur Kampfkunst erweitert. Zum Vorbild nahm man sich Tiere wie z.b. Schlange, Affe, Tiger…
Zum Schluss gabs noch eine Performance und danach konnte man einigen der angebl. ueber 1 Million Schuelern im ganzen Gebiet beim Training zusehen.
Das sieht dann so aus:
Nun sind wir gerade in Xian, einer ruhigeren dafuer aber noch versmogteren Stadt Chinas. Ich trau mich ja fast nicht zu sagen die *versmogste* Stadt Chinas, wer weiss was noch kommt…
So, nun sind wir zu muede um brauchbare Saetze zu schreiben. Der Bericht ueber Xi’an kommt demnaechst.
Wir brechen in ein paar Stunden nach Tibet auf und hoffen, dort nicht ganz von der Welt
abgeschnitten zu sein.
Liebe Gruesse aus Xi’an.
Kathrin und Kresi
NACHTRAG: sind inzwischen in tibet gelandet, aber kresi hat es mit der hoehenkrankheit zu tun bekommen. deswegen mehr Bilder (endlich) demnaechst.
LG aus Lhasa - Das Dach der Welt